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Deutscher Schachbund - Aktuelle Nachrichten  

Icon Marta Michna - will bei ihrer 6. Schacholympiade gegen die Besten der Welt spielen…
Nationalmannschaft, Olympiade, Personalien

10.08.2012 09:00

Wäre es im Frühjahr 2005 bei einem Turnier in Norderstedt nicht zu einem engeren privaten Kontakt mit dem deutschen FIDE-Meister Christian Michna gekommen, würde Marta Zielinska wahrscheinlich noch heute für ihr damaliges Heimatland Polen spielen. Doch aus der 1995er Jugend-Europameisterin Zielinska wurde bald Michna und 2008 in Dresden hatte Marta ihr Olympia-Debüt für Deutschland - nach vier Olympiateilnahmen und einem EM-Sieg 2005 mit Polen!

In der Reihe der "Kurzinterviews zur Vorstellung der Nationalspieler/Innen im Vorfeld der Schacholympiade" ist Marta Michna die dritte Olympionikin, die die Fragen unserer Internetredaktion beantwortet hat.

Was für Ziele haben Sie bei der Schacholympiade in der Türkei?

Ich möchte mit der Mannschaft eine möglichst gute Platzierung erreichen.

Wie bereiten Sie sich vor?

Mit der Mannschaft haben wir ein Trainingslager in Gladenbach gehabt. Außerdem habe ich zusammen mit Melanie Ohme noch mit meinem früheren Trainer Przemek Skalik aus Polen trainiert. Vor dem Turnier werde ich noch einige Eröffnungsvarianten wiederholen.

Achten Sie eventuell auch auf besondere Ernährung oder treiben Sie Ausgleichssport?

Zu Hause laufe ich den ganzen Tag unsere Treppen rauf und runter. Das ist Sport genug.

Sie erfahren erst wenige Stunden vor der Partie, wer Ihre Gegnerin ist. Wie stellen Sie sich in der kurzen Zeit noch auf ihn ein? 

Meistens kann ich mir am Abend schon ausrechnen, wer meine Gegnerin ist. Welche Eröffnung ich spiele, entscheide ich meistens aber ohnehin erst am Morgen.

Wen sehen Sie in der Favoritenrolle bei dieser Schacholympiade?

Für mich ist China klarer Favorit.

Gegen wen würden Sie gerne spielen und warum?

Ich mag es immer gegen die besten Teams zu spielen, also China und Russland. Das ist die größte Herausforderung und würde auch bedeuten, dass unsere Mannschaft gut im Rennen liegt. Außerdem würde ich gerne gegen Polen spielen, um uns für die Niederlage im Vergleichskampf in Gladenbach zu revanchieren. Wir hätten gute Chancen.

Wie sehen Sie die Chancen bei der Schacholympiade für die deutsche Frauen- und die Männermannschaft?

Für uns wäre ein Platz unter den Top 10 ein gutes Ergebnis. Bei den Männern kann ich die Situation nicht beurteilen.

Bei der Schacholympiade wird beiden Teams ein Eröffnungstrainer zur Verfügung gestellt. Wie wichtig ist das für Sie?

Das ist sehr wichtig für mich und die Mannschaft insgesamt. So muss jeder unserer Trainer nur zwei Spielerinnen vorbereiten - ein Trainer ist zu wenig. Ich glaube, bei uns Frauen ist die Vorbereitung mit einem Trainer noch wichtiger als bei den Männern, die sich selbstständiger vorbereiten.

Wie oft haben Sie schon bei einer Schacholympiade teilgenommen?

Dies wird meine sechste Schacholympiade sein.

Vielen Dank für das Interview!

Partner des DSB:

Veröffentlicht von Frank Hoppe

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