12.08.2012 14:52
"Eine Medaille wäre außergewöhnlich aber nicht unmöglich…"
Mit dem Schwarzsieg gegen Sergej Movsesjan bei der Europameisterschaft 2011 in Porto Carras öffnete Georg Meier die Tür zum wohl größten Erfolg einer deutschen Auswahlmannschaft. Jan Gustafsson brauchte danach "nur noch" einen halben Punkt nach Hause schaukeln um Deutschland die Goldmedaille zu sichern.
Bei der kommenden Schacholympiade ab 27. August in Istanbul gehört Meier wieder zum Aufgebot der Nationalmannschaft - und wir wünschen ihm eine ähnlich grandiose Leistung wie im November in Griechenland, nun am Bosporus.
Die Internetredaktion befragte die zehn Olympiafahrer und Georg Meier ist der vierte Kandidat, der Rede und Antwort stand.
Was für Ziele haben Sie bei der Schacholympiade in der Türkei?
Ich möchte mit meinem Spiel zufrieden sein, alles andere kommt dann von allein.
Wie bereiten Sie sich vor?
Mit Fitnesstraining und Radfahren.
Achten Sie eventuell auch auf besondere Ernährung oder treiben Sie Ausgleichssport?
Ich versuche mich gesund zu ernähren, allerdings ohne außergewöhnliche Vorgaben.
Sie erfahren erst wenige Stunden vor der Partie, wer Ihr Gegner ist. Wie stellen Sie sich in der kurzen noch verbleibenden Zeit auf ihn ein?
Die Paarungen erfährt man schon am Abend vor der Partie. Außerdem gibt es immer nur 2 mögliche Gegner, sodass ich mir früh genug Gedanken machen kann, was jeweils aufs Brett kommen kann. Konkrete Vorbereitungsarbeit ist dann durch den Sekundanten zu leisten und ich schaue mir das am Vormittag kurz an.
Wen sehen Sie in der Favoritenrolle bei dieser Schacholympiade?
Darüber mache ich mir gar keine Gedanken.
Gegen wen würden Sie gerne spielen und warum?
Gegen jeden starken Gegner, der zu gewinnen versucht.
Wie sehen Sie die Chancen bei der Schacholympiade für die deutsche Frauen- und die Männermannschaft?
Die Herrenmannschaft kann unter den Top Ten landen. Eine Medaille wäre ebenso außergewöhnlich wie unser Erfolg bei der EM. Die Aussichten der Frauen kann ich nicht beurteilen.
Bei der Schacholympiade wird beiden Teams ein Eröffnungstrainer zur Verfügung gestellt. Wie wichtig ist das für Sie?
Rustam Kasimdzhanov kann man leider nicht ersetzen. Trotzdem haben wir mit Peter Heine Nielsen einen guten Sekundanten. Ich habe noch nie mit ihm zusammengearbeitet, sodass mein Urteil noch warten muss.
Wie oft haben Sie schon bei einer Schacholympiade teilgenommen?
Es ist leider erst das 2. Mal...
Vielen Dank für das Interview!
Partner des DSB:
Veröffentlicht von Frank Hoppe
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